Lebendige Geschichte: Curaçaos Landhäuser

Lebendige Geschichte: Curaçaos Landhäuser

Nicht nur die bunten Häuserfassaden der Haupstadt Willemstad erinnern an das niederländische Erbe der Karibikinsel: Im Landesinneren finden man noch heute über 50 ehemalige Herrenhäuser aus der Kolonialzeit im holländischen Stil. Einige davon werden mittlerweile für ganz unterschiedliche Zwecke genutzt und bieten sich bestens dafür an, während eines Tagesausflugs erkundet zu werden.

Erbaut im 18. und 19 Jahrhundert, dienten die sogenannten „Landhuizen“ als Landsitze der holländischen Großgrundbesitzer und waren meist auf einem Hügel inmitten ihrer Plantagen platziert. Von ursprünglich über 100 dieser Bauten sind heute noch ungefähr 55 erhalten, viele davon kann man besichtigen. Sie sind sowohl Zeitzeugnis der Sklavenzeit auf Curacçao, als auch Zeichen, wie die Geschichte verarbeitet und neue, positive Impulse gesetzt werden.

Einige der fachgerecht restaurierten Gebäude beherbergen heute Museen, Restaurants, Galerien oder Hotels. Im Landhaus Kenepa im westlichen Teil der Insel befindet sich so zum Beispiel das Museo Tula, welches sich mit dem afrikanischen Kulturerbe Curaçaos befasst und damit einen guten Einstieg in die Landhaus-Tour bietet. Die Sklaven der dazugehörenden Plantage legten 1795 ihre Arbeit nieder und riefen unter ihrem Anführer Tula den ersten Sklavenaufstand der Insel aus. Obwohl der Aufstand niedergeschlagen und die Anführer hingerichtet wurden, gilt Tula bis heute als Volksheld, weswegen das Landhaus Kenepa zu den wichtigsten historischen Monumenten der Insel zählt.

Stattet man den Landhäusern Zeelandia und Papaya einen Besuch ab, wird eindrucksvolle Architektur deutlich, die auch den klimatischen Bedigungen der Karibik angepasst wurde. In den Häusern Ascension, Habaai und Bloemhof können Touristen traditionelle und moderne Musik, Kunst und Literatur erleben. Wer sich zwischendurch stärken möchte, kann im Landhuis Dokterstuin einkehren und vor malerischer Kulisse die einheimische Küche genießen. Als passender Abschluss der Tour bietet sich das Landhaus Chobolobo an, denn hier in der „Curaçao Liqueur Distillery“ können Interessierte die Herstellung des berühmten Likörs aus der Bitterorange verfolgen. Wer von den Landhäusern gar nicht genug bekommt, kann während seines Aufenthaltes sogar in einem wohnen: Das Landhaus Klein Santa Martha fungiert mittlerweile als Boutique Hotel und besticht durch individuell gestaltete Zimmer und einen unschlagbaren Ausblick.

Weitere Informationen zu den Landhäusern gibt es hier: http://www.curacao.com/de/directory/tun/landhuizen/

 
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